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Was ist eine Web-App?
Samuel Rhyner - 24. Mai 2020
Appnative vs webWebWeb-App

Du hast sie zu 100en, die kleinen Icons in deinem Smartphone: Apps. Du hast sie für bestimmte Zwecke im App-Store heruntergeladen und nutzt sie unterschiedlich regelmässig. Einige Apps enthalten bestimmt ein einfaches Formular um beispielsweise den Fahrplan der nächsten Stunde abzurufen. Andere wiederum haben aufwändige 3D-Graifken. Die einen sind für produktive Momenten, andere ermöglichen Zeitvertrieb. Doch was, wenn ich dir sage, es muss nicht immer eine aufwändige, teure App in einem App-Store sein? Neue Technologien wie die Web-App machen Apps für jeden erschwinglich! Hast du schon eine Idee, wie du in deinem Geschäft eine App einsetzen würdest?

Zugegeben, Web-Apps sind noch nicht flächendeckend etabliert. Heisst aber nicht, dass sie unterentwickelt oder zu wenig gut sind! Es gibt bereits sehr grosse Firmen die bereits eine Web-App bereitstellen und sogar die Entwicklung und Etablierung dieser vorantreiben. Um ein paar Beispiele zu nennen: Twitter, Starbucks, Pinterest, Twitter, Spotify und viele mehr!

Natürlich, diese Firmen besitzen auch noch eine konventionelle App im App-Store. Aber wie lange noch? Eine Web-App bietet sehr viele Vorteile. Und mit der Zeit kommen immer mehr Vorteile hinzu, weil durch die stetige Verbreitung den Web-Apps immer mehr Aufmerksamkeit (und somit Entwicklungszeit) geschenkt werden. Um die Vorteile zu verstehen, brauchen wir aber eine Definition.

Definition

Der Begriff «Web-App» ist eine Abkürzung von «Web Application». Es ist also eine Anwendung im Internet. Eine Web-App ist meistens mit den folgenden Programmiersprachen aufgebaut:

– HTML (für die Seitenstruktur)
– CSS (für das Design)
– JavaScript (für die Funktionalität)

Es werden immer mehr auch grosse Frameworks wie vue.js, React oder Angular für solche Web-Apps verwendet, um immer näher an ein «App-Erlebnis» zu gelangen. Die Inhalte werden von einem Webserver heruntergeladen und in einem Browser angezeigt. Der Web-App-Browser hat aber keine Funktionen wie z.B. Bookmarks, URL-Zeile oder Tabs.

Eine Web-App ist für den Endnutzer eine ganz normale App, jedoch mit dem Unterschied dass er anstatt auf einem «echten Programm» auf einer Webseite surft, die genau gleich aussieht. Nicht sehr technik-affine Nutzer werden nicht einmal einen Unterschied merken. Und das Beste daran: Diese Webseite funktioniert auch offline! Ist die App einmal installiert muss das Gerät nicht mal mehr im Internet sein.

Für technisch versierte Menschen: in diesem Artikel wird der Begriff «Web-App» mit einer PWA gleichgesetzt. Die Varianten wie PhoneGap, Ionic oder sogar Flutter und React Native sind für den Moment nicht thematisiert – aber auch sehr spannend!

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Native App vs. Web-App

Eine «Native App» ist eine, welche extra für eine Plattform entwickelt wird. Z.B. Spotify für Android. Wenn Spotify also beschliesst, ihre App auch für iPhone Nutzer zur Verfügung zu stellen, muss eine eigene App für das Betriebssystem iOS entwickelt werden. Dies kann mit den Computerbetriebssystemen Windows und Mac verglichen werden.

Die Unterschiede sind hauptsächlich auf der technischen Seite und für den Programmierer relevant. Doch auch für den Nutzer gibt es Unterschiede. Wenn es um die Integration der App im System geht (z.B. spezielle Push-Notifications) ist man bei den Web-Apps sehr limitiert. Aber auch diese machen immer mehr Fortschritte.

Vorteile von Web-Apps

Die Vorteile von Web-Apps überwiegen immer mehr. Schon jetzt muss man sehr stark argumentieren um eine «Native App» zu rechtfertigen. Folgend findest du eine Auswahl von den stärksten Argumenten, die für eine Web-App sprechen. Natürlich gibt es aber noch mehr Faktoren, die aber von Fall zu Fall individuell angeschaut werden müssen.

Plattformunabhängigkeit

Eine Web-App wird auf einem Server gehostet und von einem Smartphone aufgerufen. Der Webseite ist es in weiten belangen egal, ob die App von einem iPhone, einem Samsung Smartphone oder einem Huawei aufgerufen wurde. Oder ist es ein Tablet? Eine Web-App lässt sich auf jeder Plattform installieren, die Web-Apps unterstützt. Die zwei grossen, Android und iOS, tun es!

Updates

Mühsame Update-Iterationen via App-Store und die Überprüfung deiner App von Apple ist von gestern! Eine Web-App kann man so viel und egal wann updaten, wie es einem passt. Das bringt viele Vorteile: Kostenersparnis in der Entwicklung und Flexibilität um schnell auf Ereignisse reagieren zu können.

Grösse

Eine App für den Play Store oder den Apple Store muss sich fundamental lohnen, die Entwicklung zu finanzieren (da hohe Investition nötig). Web-Apps sind da etwas anders: Es lohnt sich schon für eine klitze kleine Aufgabe eine zu programmieren um dann zu analysieren, ob diese genutzt wird. Somit kann man Schritt für Schritt das Angebot ausbauen und sehen, wohin die Reise führt.

Sicherheit

Da die Web-App in einem Browser läuft, ist es auch sicher. Natürlich muss der Hersteller der Web-App für die Sicherheit der Daten und Zugänge schauen. Doch alle Sicherheitslücken auf dem Smartphone werden vom Hersteller geschlossen – und zwar noch Jahre nach der Fertigstellung!

Installationsgeschwindigkeit

«Ah, ihr habt eine App!», so der User. Doch dann muss er in den App-Store, mehrere duzend Megabytes Daten herunterladen, App installieren und sich ggf. noch einloggen. Bei einer Web-App reicht, die Webseite – so wie immer – zu öffnen und den «Zum Start hinzufügen»-Button zu klicken. Schon ist die App installiert! Und ja, auf Wunsch auch offline!

Investition

Und nun zum Hauptargument der Web-App: Sehr geringe Investition! Web-Apps gibt es in verschiedensten Ausführungen – von klein bis sehr gross. Doch eines bleibt gleich: Der Programmierer muss eine neue Funktion nur einmal einbauen und auf allen Geräten ist diese unmittelbar aktualisiert. Keinen App-Store -> Keine langen Updates -> Wenig Zeit in der Entwicklung -> Sehr preiswertes Produkt.

Worauf wartest du noch? Hast du eine Idee wie deine Web-App aussehen könnte? Schreibe mir doch eine Mail!

Grenzen der Web-Apps

Wie ich oben schon erwähnt habe: So gut die Web-Apps auch sein mögen, sie haben ihre Grenzen. Gerade wenn es um Funktionen im Betriebssystem geht, müssen die Hersteller zulassen dass eine Web-App diese Funktion verändern kann. Auch aufwändige Grafiken sprengen den Rahmen solcher Apps. Wenn es einzig um Eingaben von Nutzern oder um das Anzeigen von Inhalten geht, reicht eine Web-App aus.

Bist du dir nicht sicher, ob eine Web-App für dich etwas wäre? Sprechen wir doch mal über dein Vorhaben! Kontaktiere mich am besten per Mail.